Cycling

SQlab 611: Mehr als nur ein Sattel

Ich habe schon einige Sattelmodelle getestet. Meistens erwiesen sich diese nach einer größeren Tour als ungeeignet, da sie Schmerzen verursachten. Seit einigen Wochen fahre ich den SQlab Ergowave 611 active Sattel. Nachdem ich die richtige Größe ermittelt hatte war es an der Zeit, genau diesen Sattel zu testen. Die richtige Sattelgröße kann man für einen SQlab Sattel in einem gut sortiertem Fachgeschäft messen.

Montage und Einstellung


Platz gefunden hat der SQlab 611 Ergowave active auf meinem Specialized Allez Rennrad. Die optimale Montageposition des Sattels war recht schnell gefunden. Der Abstand zum Lenker, genauso wie die Höhe, habe ich nach guter alter Tradition mit einem Lot und einem Zollstock eingestellt. Die Neigung des Sattels habe ich zwar mit einer Wasserwaage eingestellt, jedoch nach vorne hin etwas abfallen lassen. Diese Neigung resultiert aus dem Stufensattel-Prinzip, wobei die Nase etwas tiefer als die Sitzfläche liegen sollte.

Das Prinzip der Elastomere


Der SQlab 611 Active Sattel wird mit drei verschiedenen Elastomer-Dämpfungselementen geliefert. Jedes einzelne Elastomer ist auf einen bestimmten Gewichtsbereich geeicht. Hier wird zwischen drei Möglichkeiten unterschieden. Das weiße Elastomer ist geeignet für eine Gewichtsklasse von 40-70 kg, dass Graue für 65-85 kg und zu guter Letzt das Schwarze von 80-100 kg. Das Elastomer lässt sich leicht montieren. Es wird lediglich mit etwas Kraft an die richtige Position am Sattel gedrückt. Bei meinem Körpergewicht von 88 kg habe ich mich für das schwarze Elastomer entschieden.

Jetzt stellt ihr euch bestimmt die Frage, wofür man eigentlich einen Sattel mit einem Elastomer braucht. Die Antwort ist relativ einfach. Der Sattel von SQlab arbeitet bei jedem Tritt mit, wodurch ein starkes aber kontrolliertes Bewegen der Sattelschale gewährleistet ist, was dann zu einer Entlastung der Sitzknochen führt.

Die Sattelnase und der DIP


Die lange und tief liegende Nase des SQlab Sattels unterstützt eine aktive Fahrweise. Die etwas tiefer gelegene Sattelnase wurde vom Urologen und Extrembiker Dr. Stefan Staudte entwickelt. Sie sorgt für eine bessere Druckverteilung und einer Entlastung des Schambeinbereichs. Durch den sogenannten DIP, einer Vertiefung in der Mitte des Sattels, wird der Druck auf die empfindlichen Strukturen des Dammbereichs reduziert.

Mein Fazit aus der Praxis


Auf den ersten Ausfahrten, die sich in einem Zeitfenster von einer Stunde bewegten, machte der Sattel einen sehr guten Eindruck. Es gab weder Druckschmerzen noch anderweitige Probleme. Doch der Härtetest sollte noch kommen. Ich entschied mich an meinem freien Tag mal eine dreistellige Reichweite zu fahren. Nach satten 3:56 Stunden und geradelten 101 km war ich regelrecht sprachlos. Der Sattel machte auch auf dieser Strecke keinerlei Probleme. Ich fühlte mich nach 101 km als ob ich mich gerade erst gesetzt hätte.

Der Sattel ist wie für mich gemacht und ich werde diesen auch niemals wieder abgeben. Im Falle eines Verschleisses werde ich immer wieder auf einen SQlab-Sattel zurückgreifen. Technisch ist der SQlab 611 Active auf höchstem Niveau. Die Elastomere wirken optimal und machen das Fahren vor allem bei längeren Touren zu einem wahren Genuss.

Ich bedanke mich bei SQlab für die Bereitstellung des Produktes für diesen Artikel.

Ehemann, Blogger, Gadgeteer, Geek, Hobby Fotograf, MacBook, iPhone, iPad User. Betreiber von fungadget.de und ehbrechtonline.de – sehr aktiv auf Twitter, Google+, Instagram und auf meinen Facebook Fanpages für beide Blogs.

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