Cycling

Q-Rings: Ein Résumé nach 3.000 km

Ich fahre die Q-Rings aus dem Hause Rotor jetzt seit knapp 3.000 km. Über die Montage wie auch Funktionalität der Q-Rings hatte ich euch schon in früheren Beiträgen berichtet.

Möglich gemacht hat diesen Test die ACS Vertrieb GmbH, die mir durch die Leihgabe sowie technische Unterstützung mit den Q-Rings tatkräftig zur Seite stand.

Warum überhaupt ovale Kettenblätter


Der Tritt teilt sich in eine  Druck- (Abb.A), Zug- (Abb.B), Gleit- (Abb.C), sowie  Schubphase (Abb.D) auf. Innerhalb der Druckphase wird die größte Kraft aufgebracht. Durch die parallel herrschende Zugphase wird diese Kraft noch gesteigert. Aber so wie alles im Leben, herrschen auch während des Trittzyklus zwei Problembereiche. Wenn die Tretkurbel im obersten bzw. untersten Punkt steht (Abb. B und D ) herrscht ein sogenannter Totpunkt. An diesem Punkt kann der Radfahrer nur eine minimale Kraft auf die Kurbel bringen. Genau dieser Totpunkt wir durch die Q-RIngs aus dem Hause Rotor eliminiert.

Q-Rings verringern die Übersetzung am sogenannten Totpunkt und erhöhen die Übersetzung in der biomechanisch starken Druckphase, wodurch für den Radfahrer eine optimale Kraftverteilung herrscht. Dies hat zur Folge, dass die Gesamtbelastung der Muskeln und Gelenke stark reduziert wird. Weiterhin zeigen Studien, dass der Einsatz von Q-Rings zu einer deutlich verringerten Herzfrequenz und Laktatproduktion bei gleichzeitiger Steigerung der erbrachten Leistung führen kann.

Meine persönliche Erfahrung mit den Q-Rings


Optisch heben sich die Q-Rings deutlich von Standard-Kettenblättern ab. Das Design bei meinen Aero Q-Rings ist einmalig. Ich mag das große Logo auf den Kettenblättern.

Meine Bedenken bei den ovalen Kettenblättern lagen im Schaltverhalten meines Umwerfers. Oval heißt ja unterschiedliche Abstände des Kettenblatts zum Umwerfer und viele Werkstätten wollten mir vom Einsatz genau dieser Kettenblätter aus diesem Grunde abraten. Aber durch eine präzise Verarbeitung und die sehr hohe Steifigkeit ermöglichen die Q-Rings beste Schaltvorgänge. Bei meinem Test von ca. 3.000 km auf einem Specialized Allez Bike mit 11fach-Shimano 105 konnte ich keine Kettenabwürfe oder schlechte Schaltverhalten feststellen.

Heute nach meinen gefahrenen 3.000 Km kann ich genau diese Bedenken aus der Welt räumen. Ich musste meinen Umwerfer lediglich etwas nachjustieren und hatte dann exakt das gleiche Schaltverhalten wie mit runden Shimano Kettenblättern.

Oft wird man gefragt, ob der Tritt sich nicht komisch oder sogar oval anfühlt, was ich aber absolut nicht feststellen konnte. Der Tritt ist gefühlt genauso „rund“ wie vorher.

Auf meiner ersten Ausfahrt kam dann die erste große Überraschung. Vor mir lag die erste Steigung mit den Q-Rings. Hierbei bemerkte ich, dass es mir mit den Q-Rings einfach viel leichter fiel, mit dem gleichen Kraftaufwand genau diese Steigung hochzufahren wie mit meinen alten runden Kettenblättern. Der vorher aufgezeigte Totpunkt konnte durch die ovale Bauweise der Q-Rings viel schneller durchtreten werden, um so bedeutend schneller wieder in die  Druckphase zu kommen.

Aber nicht nur bei Steigungen zeigten mir die Q-Rings ihren Vorteil. In Beschleunigungsphasen ist es deutlich angenehmer mit ovalen Kettenblättern zu fahren, da die Kraft, die man aufwendet, deutlich spürbarer auf das Rad übertragen wird.

Egal ob man mit einer niedrigen oder hohen Trittfrequenz fährt, es ist eine deutliche Verbesserung durch die Q-Rings zu spüren. Ich fahre des öfteren mit einer etwas niedrigen Trittfrquenz wobei ich die Zugphase kaum nutze sondern nur die Druckphase. Bei diesem Fahrstil machen sich die Q-RIngs enorm bemerkbar. Die Belastung meiner Fuß- wie auch der Kniegelenke wurden bei diesem Fahrstil um ein Vielfaches minimiert.

Bei Fahrten im Wiegetritt zeigt sich besonders die Steifigkeit der Kettenblätter von Rotor. Nichts verwindet sich. Alles läuft ruhig weiter.

Getestet habe ich die Rotor Q-Rings innerhalb meines Heimatortes Waltrop, an der Ostsee auf der Insel Rügen, genauso wie im Harz, wo stellenweise Steigungen bis zu 20% vorhanden waren.

Fazit


Durch meinen 3.000 km langen Test sowie meiner täglichen Erfahrungen mit den Rotor Q-Rings stieg mein Interesse an Produkten aus dem Hause Rotor immens. Die hervorragende Verarbeitung sowie Langlebigkeit zeichnet Rotor aus. Ich kann keinen aussergewöhnlichen Verschleiß an den Q-Rings feststellen. Die Kettenblätter zeigen sich in einem gleichen optischen Erscheinungsbild wie am ersten Tag. Gelenkschonende Fahrweise ist kein Fremdwort für die Q-Rings. Stellenweise bekam ich bei Fahrten mit runden Kettenblättern nach 30 km Schmerzen im Kniegelenk, aber genau diese Schmerzen sind nach knappen 500 km mit den Q-Rings verschwunden. Ich fahre jetzt deutlich gelenkschonender sowie mit einer effizienteren Kraftübertragung. Ich persönlich kann die Q-Rings für jeglichen Radeinsatz uneingeschränkt empfehlen. Die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten (OCP Positionen) der Q-Rings erlaubten eine optimale Anpassung an jeden einzelnen Radfahrer.

Die professionelle Beratung, die ich durch die ACS Vertrieb GmbH im Punkto Q-Rings erfahren habe zeigen, dass der Vertrieb der Rotor Produkte bei genau diesem Vertriebspartner in besten Händen ist.

 Ich bedanke mich bei der ACS-Vertrieb GmbH für die Bereitstellung der Q-Rings Kettenblätter.

Ehemann, Blogger, Gadgeteer, Geek, Hobby Fotograf, MacBook, iPhone, iPad User. Betreiber von fungadget.de und ehbrechtonline.de - sehr aktiv auf Twitter, Google+, Instagram und auf meinen Facebook Fanpages für beide Blogs.

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